Grundton
Er gibt dem Klang seine erkennbare Höhe. Er ist der Boden, auf dem das Obertonspektrum aufbaut.
Obertöne sind die feinen Teiltöne, die in jedem Klang mitschwingen. Sie prägen, ob eine Stimme warm wirkt, eine Trommel leuchtet oder eine Klangschale den Raum weit macht.
Wenn Stimme, Saite, Schale oder Trommel klingt, schwingt nicht nur ein einzelner Grundton. Darüber entstehen weitere, höhere Teiltöne. Unser Ohr nimmt sie oft als Klangfarbe wahr: warm, hell, dunkel, rau, weich oder schwebend.
Er gibt dem Klang seine erkennbare Höhe. Er ist der Boden, auf dem das Obertonspektrum aufbaut.
Die höheren Teiltöne färben den Klang. Darum klingt dieselbe Tonhöhe auf Stimme, Trommel oder Schale völlig unterschiedlich.
Obertöne werden deutlicher, wenn Raum, Körper und Aufmerksamkeit mitschwingen. Genau dort beginnt das bewusste Lauschen.
Obertöne lenken Aufmerksamkeit, ohne sie festzuhalten. Man kann ihnen folgen, ohne etwas analysieren zu müssen. Das macht sie so wertvoll für Klangreisen, Stimme, Trommelkreise und Übergänge in Stille.
In der Klangarbeit entstehen Obertöne durch Stimme, Monochord, Klangschalen, Gong, Trommelränder und andere Resonanzinstrumente. Entscheidend ist nicht Lautstärke oder Virtuosität, sondern ein hörender Raum: Der Klang darf sich entfalten, und die Hörenden dürfen ihm folgen.